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Echokardiographie 5 Minuten vor dem Start  







Kardiale Funktion und PA-Druck

—Echokardiographische Untersuchungen

—Kardiale Funktion und PA-Druck

Systolische LV-Funktion
Diastolische LV-Funktion
Longitudinale Funktion
RV-Funktion
PA-Druck

—Beispiele pathologischer
Befunde




Diastolische LV-Funktion


Mitralanulusgeschwindigkeit | Pulmonalvenenfluß | Beurteilung der Diastole


Zur Beurteilung der diastolischen LV-Funktion wird von einer Diagnosemethode verlangt, dass sie Drücke im LV während der Diastole bestimmen kann. Die Doppler-Echokardiographie ist aber nur in der Lage Geschwindigkeiten zu messen. Nur durch die Anwendung von Gleichungen, wie die modifizierte Bernoulli-Gleichung (V² · 4 = ΔP), ist es möglich Druckgradienten abzuschätzen.

Verschiedene alternative Möglichkeiten für die Beurteilung der diastolischen LV-Funktion wurden in den letzten Jahrzehnten ausgearbeitet. Diese haben die Diagnose der globalen diastolischen LV-Funktion jedoch nicht immer einfacher bzw. übersichtlicher gemacht. Manchmal passen die verschiedenen Parameter einfach nicht zueinander, oder können bei Vorhofarrhythmien (z.B. Vorhofflimmern oder -flattern) schwer beurteilt werden.

Die klassischen Parameter werden unten dargestellt. Die aktuellen Leitlinien der ASE/EACVI zur Beurteilung der diastolischen LV-Funktion haben das Vorgehen für den Alltag nicht übersichtlicher und verständlicher gemacht.





Untersuchung des Mitraleinflusses

Mittels Pulsed-Wave-Doppler (PW-Doppler) können Geschwindigkeiten im Bereich des platzierten Messvolumens bestimmt werden. Zwei Flußprofile können während der Diastole und bei Sinusrhythmus dokumentiert werden: die E-Welle für die frühdiastolische, passive LV-Füllung und die A-Welle, die der spätdiastolischen aktiven LV-Füllung entspricht, d.h. der Fluß der durch die Vorhofkontraktion generiert wird.



Links: Das PW-Doppler Messvo- lumen wird auf der Höhe der Mitralklappenspitzen im LV pla- ziert.

Rechts: Normale Geschwindig- keiten des Mitraleinflusses vom linken Vorhof in den linken Ventrikel während der Diastole, hier mittels Farb-Doppler dargestellt.

Links: Mit der Spektraldarstel- lung des PW-Dopplers zeigt sich eine E-Welle mit höherer Ge- schwindigkeit als die spätdias- tolische A-Welle.

Rechts: die A-Welle ist hier mindestens doppelt so groß als die E-Welle, ein klares Bild einer Störung der LV-Relaxation.



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Untersuchung der Mitralanulusgeschwindigkeit

Der Gewebedoppler, Tissue Doppler Imaging (TDI), kann die langsameren Geschwindigkeiten der Ventrikelwand darstellen. Das Messvolumen, wenn am medialen Mitralanulus platziert, zeigt langsamere Geschwindigkeiten als am lateralen Anulus. Cave: das Verhältnis E/e' wird dann unterschiedlich auffallen und die Interpretation der Ergebnisse wird erschwert.



Links: Das Messvolumen des PW-TDI wird auf der Höhe des lateralen Mitralanulus platziert.

Rechts: Normale Geschwin- digkeiten der Ventrikelwand während des Herzzyklus, hier farbkodiert dargestellt.

Links: Mit der Spektraldarstel- lung des Gewebedopplers (TDI) zeigen sich eine antegrade, systolische und zwei retrograde Wellen, die e'- (passive LV- Füllung) und a'-Welle (Vorhof- kontraktion).

Rechts: Das e'/a' Verhältnis ist hier umgekehrt. Im Zusam- menhang mit den anderen Parametern kann dies als Relaxa- tionsstörung oder als pseudo- normal gewertet werden.



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Untersuchung des Pulmonalvenenflusses

Mittels PW-Doppler können die Geschwindigkeiten der Lungenvenen bestimmt werden. Es ist einfach, zuerst die rechten Lungenvenen mittels Farb-Doppler zu lokalisieren, und dann das Messvolumen des PW-Dopplers in eine Vene zu platzieren.

Die Wertigkeit der Untersuchung des Pulmonalvenenflusses bei der nicht-invasiven Abschätzung des linken Vorhofdruckes wurde von Kuecherer et al. Circulation 1990 belegt.



Links: Der Pulmonalvenenfluß wird im Vierkammerblick mittels PW-Doppler untersucht.

Rechts: Normale Geschwindig- keiten des Pulmonalvenenflusses in den linken Vorhof während des Herzzyklus, hier mittels Farb-Doppler dargestellt.

Links: In der Spektraldarste- llung zeigen sich eine systolische (S), eine diastolische (D) und eine spätdiastolische Welle (AR), die der Vorhofkontraktion entspricht.

Rechts: Hier sind die diasto- lischen Geschwindigkeiten (D) deutlich überwiegend, was für eine signifikante Druckerhöhung im LA spricht. Dies kann bei einer Compliancestörung des LV dokumentiert werden.



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Echokardiographische Parameter zur Beurteilung der diastolischen LV-Funktion

Die erste zusammenfasende Betrachtung, der Rosetta-Stein der Diastole, wurde von Nishimura und Tajik in 1997 publiziert. Im Verlauf der Jahren wurde die Messung der Geschwindigkeiten des Mitralanulus und die Bestimmung des E/e' Verhälnises einer wichtigen Rolle zugeordnet. Es ist jedoch sehr wichtig zu verstehen, dass ein Parameter allein die Diagnose einer diastolischen LV-Dysfunktion nicht stellen kann. Vor allem muss die Wertigkeit der alleinigen Betrachtung vom E/e' Verhältnis in Frage gestellt werden, da häufig ein sehr hohes Wert gemessen werden kann, wie z.B. bei einer Relaxationsstörung, bei der keine hohe LV-Drücke in der Diastole zu erwarten ist.

Ein Patient mit Dyspnoe bei Belastung, guter systolischen LV-Funktion, dilatiertem linken Vorhof und erhöhtem systolischen PA-Druck, ohne ein signifikantes Mitralvitium das diesen Befund erklären könnte, stellt den Fall dar, bei dem die Suche nach dem Hinweis auf eine diastolische LV-Dysfunktion verschärft werden muss.





LV: linker Ventrikel, MAV: mitral annular velocity, PVF: Pulmonalvenenfluss, LA: linker Vorhof, sPAP: systolischer PA-Druck. E: maximale Geschwindigkeit des passiven Mitraleinstromprofils in den linken Ventrikel, A: maximale Geschwindigkeit des aktiven Mitraleinstromprofils in den linken Ventrikel (Vorhofkontraktion), s: systolische Mitralanulusgeschwindigkeit, e': frühdiastolische, passive Mitralanulusgeschwindigkeit, a': frühdiastolischen, aktive Mitralanulusgeschwindigkeit (Vorhofkontraktion), S: systolische Geschwindigkeit des Pulmonalvenenflusses, D: diastolische Geschwindigkeit des Pulmonalvenenflusses, AR: atrial reversal (Vorhofkontraktion), DT-E: Dezelerationszeit der E-Welle, ΔsPAP = sPAP max − sPAP Ruhe (dynamisches SE).

Für die Berechnung von E/e': e' lateral und medial mitteln (unspezifisch bei Relaxationsstörung). Das S/D Verhältnis des Pulmonalvenenflusses ist unspezifisch bei Vofhofflimern, Schrittmacher-Rhythmus, Herztransplantation und bei jungen Patienten (S/D in der Regel < 0,8). Das Vorhandensein einer schweren diastolischen Dysfunktion bei Mitralklappenstenose, Mitralklappenersatz, Vorhofflimmern, Schrittmacher-Rhythmus, kann bei DT-E < 150 und E/e' > 15 angenommen werden. Für die Messung von DT-E bei Mitralklappenstenose soll nicht die gesamte Abnahme der Geschwindigkeit, sondern der erste Geschwindigkeitsabfall genommen werden. Folgende Aussage im Befund ist berechtigt, wenn die Kriterien nicht konkordant sind: "Kein Hinweis auf eine relevante diastolische LV-Dysfunktion".



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