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Echokardiographie 5 Minuten vor dem Start  






Echokardiographische Untersuchungen

—Echokardiographische Untersuchungen

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Kardiale Asynchronie
Strain Imaging
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Training in der Echokardiographie


—Kardiale Funktion und PA-Druck

—Beispiele pathologischer
Befunde




Strain Imaging: Beurteilung der myokardialen Mechanik


Guidelines and Standards
Evaluation of Cardiac Mechanics Consensus Statement, 2019


Strain: Die Deformation (Strain) des Myokards wird hiermit untersucht. Die Beurteilung des Strains kann mittels Tissue Doppler Imaging (TDI) oder bidimensionaler Bildgebung (speckle tracking) erfolgen. Das TDI erlaubt eine hohe zeitliche Auflösung und kann auch bei Patienten mit eingeschränkten Schallbedingungen relativ zuverlässig angewendet werden. Die Beurteilung des Strains aus der B-Bildgebung erlaubt zusätzlich die Untersuchung des radialen und des zirkumferenziellen Strains, sowie die Untersuchung der apikalen und basalen Rotation, beide notwendig für die Bestimmung der ventrikulären Torsion. Der untere Normbereich des Globalen Longitudinalen 2D Strains (GLS) liegt bei -17,8% bei Frauen und -16,7% bei Männern.

Strain rate: Ausdruck der Myokarddeformation in der Zeit. Die Einheit wird in Zahl/Sekunde bzw. %/Sekunde angegeben. Die diastolische Myokarddeformation wird mittels Strain rate deutlicher dargestellt. Normwerte der longitudinalen diastolischen LV-Deformation liegen bei 1 - 1,5/s oder höher.


Normaler Strain: Die Werte der Myokarddeformation in der Systole liegen hier bei -25 % in Bereich lateral apikal. Die Farbkodierung der dynamischen bidimensionalen Darstellung ist in der globalen Beurteilung des Strains sehr hilfreich, hier steht rot für -20 %.

Pathologischer Strain: Die Werte der systolischen Myokard- deformation liegen hier bei -7 % und sind somit deutlich vermin- dert. Bei diesem Fall handelt es sich um eine nachgewiesene Myokardbeteiligung bei Amyloi- dose.

Normaler Strain rate: Die Werte der Myokarddeformation in der Diastole bei einem normalem Herzen liegen hier zwischen 1,3 und 1,7/s.

Pathologischer Strain rate: Bei dem vorherigen Patienten mit Amyloidose können wir auch eine deutliche Verminderung der longitudinalen diastolischen LV-Deformation nachweisen, mit Werten bei 0,6/s.





2D Speckle-Tracking Strain



Der longitudinale Strain ist bei diesem Beispiel normal.





Der longitudinale Strain ist bei diesem Beispiel leicht vermindert, vor allem septal basal.





Der longitudinale Strain ist bei diesem Beispiel mäßig vermindert, vor allem mediobasal, bei einer kardialen Beteiligung einer systemischen Leichtketten Amyloidose. Der Apex zeigt einen normalen longitudinalen Strain (relative apical sparing).





Der longitudinale Strain ist bei diesem Beispiel deutlich vermindert, vor allem mediobasal, bei einer kardialen Beteiligung einer systemischen Leichtketten Amyloidose.





Der longitudinale Strain ist bei diesem Beispiel ist vermindert, vor allem medioapikal, bei einer apikalen Form der hypertrophen Kardiomyopathie.



Alternative Methoden zur Bestimmung des longitudinalen Strains

Der Feature-Traking Strain ist vergleichbar mit dem 2D Spekle-Tracking Strain:
Left ventricular mechanics assessed by two-dimensional echocardiography and cardiac magnetic resonance imaging: comparison of high-resolution speckle tracking and feature tracking, 2016

Der longitudinale unidimensionale Strain (ULS) ist vergleichbar mit dem 2D Speckle-Tracking Strain:
Unidimensional Longitudinal Strain: A Simple Approach for the Assessment of Longitudinal Myocardial Deformation by Echocardiography, 2018

Die longitudinale LV Funktion kann auch mittels Bestimmung der anterioren Bewegung der Aortenwurzel in der Systole abgeschätzt werden:
Pathophysiological background and prognostic implication of systolic aortic root motion in non-ischemic dilated cardiomyopathy, 2019





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© Derliz Mereles

ORCID

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