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Echokardiographie 5 Minuten vor dem Start  



Echokardiographische Untersuchungen

—Echokardiographische Untersuchungen

Transthorakale Untersuchung
TEE - Anlotungen
Stress-Echokardiographie
Kontrast-Echokardiographie
Kardiale Asynchronie
Strain Imaging
3D | 4D-Echo
Indikationen zur Echokardiographie
Training in der Echokardiographie


—Kardiale Funktion und PA-Druck

—Beispiele pathologischer
Befunde




Indikationen zur echokardiographischen Untersuchung


Transösophageale Untersuchung | Stress-Echokardiographie


Die transthorakale Echokardiographie ist eine Untersuchungsmethode ohne bekannte Nebenwirkungen, hat eine ausgedehnte Verfügbarkeit, stellt ein kostengünstiges, hoch-effektives Vorgehen dar und kann bei einer Vielfalt von klinischen Fragen angewendet werden. Auch wenn das Potenzial besteht, sie als eine breit ansetzbare "Screening" Methode anzuwenden, sollten die echokardiographischen Untersuchungen rationalisiert werden, um die Kriterien der inkrementellen klinischen Wertigkeit zu erfüllen.

Folgende Liste der Indikationen basiert auf neueste Veröffentlichungen bezüglich der Angemessenheit und klinischen Anwendung der Echokardiographie, sowie auf Kriterien der Angemessenheit der Stress-Echokardiographie. Die unten dargestellten Indikationen repräsentieren nur die Klasse I Indikationen, z.B. Konditionen, wofür eine Evidenz und/oder Einigung besteht, so dass eine vorgegebene Prozedur nützlich und effektiv ist. Die neuesten Publikationen ordnen diese Indikationen unter Score 7 bis 9 ein, z.B. angemessener Test für spezifische Indikationen (der Test ist allgemein akzeptiert und ist ein vernünftiges Vorgehen für die Indikation).

Nur einige Indikationen, die unter Score 9 eingruppiert sind, werden unten gelistet. Für einen ausführlichen Inhalt wir auf folgende Literaturangabe verwiesen: Douglas PS et al. J Am Coll Cardiol 2007;50:187-204 and Douglas PS et al. Circulation 2008;117:1478-1497. Diese Richtlinien liefern eine Abschätzung der Angemessenheit der echokardiographischen Anwendung in verschiedenen Situationen. Dennoch, spielt das klinische Urteil die wichtigste Rolle in der Entscheidung zur Anforderung einer spezifischen Untersuchungsmodalität für einen individuellen Patienten.

Richtlinie zur klinischen Anwendung der Echokardiographie, 2011.


Indikationen zur transthorakalen Untersuchung   (ausgewählte Hauptindikationen)

— Symptome mit Verdacht auf kardial bedingter Ursache.

— Beurteilung eines bekannten oder vermuteten angeborenen Herzfehlers.

— Evaluierung bei Verdacht auf Komplikation bei myokardialer Ischämie/Infarkt.

— Erstbeurteilung bei Patienten mit Herzgeräusch, bei denen ein vernünftiger Verdacht auf valvuläre
oder strukturelle Herzerkrankung besteht.

— Erstbeurteilung bei Klappenprothesen, um den Anfang-Status nach Klappenersatz festzustellen.

— Erstbeurteilung bei Verdacht auf infektiöser Endokarditis mit positiver Blutkultur oder einem neuen Herzgeräusch.

— Evaluierung einer kardialen Masse (Verdacht auf Tumor oder Thrombus).

— Evaluierung perikardialer Erkrankungen: z.B. Perikarderguß, Pericarditis constrictiva.

— Bekanntes oder vermutetes Marfan-Syndrom, zur Evaluierung der Aortenwurzel und/oder Mitralklappe.

— Erstbeurteilung bei bekannter Kardiomyopathie oder Verdacht auf Kardiomyopathie.



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Indikationen zur transösophagealen Untersuchung

— Evaluierung bei Verdacht auf akute Pathologie der Aorta, Dissektion/Transsektion eingeschlossen.

— Bestimmung der Regurgitationsmechanismen zur Beurteilung der Rekonstruktionsmöglichkeiten einer Klappe.

— Zur Diagnose/Handhabung einer Endokarditis mit mäßiger oder hoher Prätest-Wahrscheinlichkeit
(z.B. Bakteriämie, insbesondere Staphylokokken oder Fungämie).

— Persistierendes Fieber bei Patienten mit intrakardialen Devices.

— Evaluierung bei Patienten mit Vorhofflimmern/-flattern, zur klinischen Entscheidung bezüglich Antikoagulation
und/oder Kardioversion und/oder radiofrequente Ablation.



Indikationen zur stress-echokardiographischen Untersuchung   (einige Score 8 Indikationen werden hier
auch berücksichtigt)

Erstbeurteilung des präkordialen Schmerz-Syndroms oder Angina-Äquivalent

— Mittlere Prätestwahrscheinlichkeit für KHK, EKG nicht interpretierbar oder Belastungsunfähig.


Symptomverschlechterung: Abnormale Koronarographie oder abnormale vorangegangene bildgebende Stress-Untersuchung

— Reevaluierung konservativ behandelter Patienten.


Präkordiales Schmerz-Syndrom oder Angina-Äquivalent, früheres Testergebnis

— Stenose eines Koronargefäßes ohne eindeutige Signifikanz (Koronarographie oder CT-Angiographie).


Präoperative Evaluierung eines nicht-kardialen chirurgischen Eingriffes, hochrisiko nicht notfallmäßige Op.

— Eingeschränkte Belastbarkeit (< 4 MET, < 75 Watt).


Risikobeurteilung nach Revaskularisierung (PTCA oder Bypass), symptomatische Patienten

— Evaluierung bei präkordialem Schmerz-Syndrom, nicht unmittelbar nach der Prozedur.


Ischämische Kardiomyopathie, Beurteilung der Vitalität/Ischämie

— Invasiv bekannte KHK, Patient zur Revaskularisierung geeignet.


Klappenstenosen

— Beurteilung einer fragwürdigen Aortenstenose, Nachweis eines niedriegen Herzzeitvolumens, Anwendung von
Dobutamin.


Anwendung von Kontrastmittel im Stress-Echo

— Selektive Anwendung vom Kontrast, 2 oder mehr benachbarte Segmente können ohne Kontrast nicht
gesehen werden.



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